Tag 5 – 7. Juli 2021

– – – English version below – – –

Der Campingplatz auf dem wir geschlafen hatten entpuppte sich als kleiner Reinfall. Wir konnten unsere Wäsche nicht waschen und auch nicht duschen, da der Campingplatz nur für Langzeitgäste (1 Jahr oder länger) gedacht ist. Somit mussten wir zu einem 10 Kilometer entfernten Campingplatz laufen und durchquerten dabei die Ländereien.

Am Campingplatz „Sveastranda“ angekommen machten wir eine standesgemäße Pause. Die Wäsche wurde gewaschen und wir konnten duschen. Ein paar Schachpartien wurden in der Küche gespielt und die elektronischen Geräte wurden aufgeladen. Nach einigen Stunden brachen wir gut erfrischt und mit sauberer Kleidung auf und konnten mit einem unglaublichen Tempo noch einen Kiwi-Supermarkt in „Moelv“ erreichen. Ein bisschen Nervennahrung kam uns ganz gelegen, denn wir mussten noch ein paar weitere Kilometer zurücklegen um unser Tagesziel zu erreichen. Auch wenn es am Ende wieder spät wurde, so hatten wir essenzielle Dinge erledigt, an diesem Tag.
Das Zelt bauten wir am Rand der Straße auf einer dichten Grünfläche auf und stellten den Wecker auf 8.00 Uhr.

July 7, 2021


The campsite we slept at turned out to be a bit of a bust. We couldn’t do our laundry or take a shower, as the campsite is only for long-term guests (1 year or longer). So we had to walk to a campsite 10 kilometers away, crossing the estates.
Arrived at the campsite „Sveastranda“ we made a break befitting our status. The laundry was washed and we could take a shower. A few games of chess were played in the kitchen and the electronic devices were charged. After a few hours we set off well refreshed and with clean clothes and with an unbelievable speed we were able to reach a Kiwi supermarket in „Moelv“. A little bit of nerve food came in handy because we had to cover a few more kilometers to reach our destination for the day. Even if it was late again at the end, we had done essential things that day.
We pitched the tent on the side of the road on a dense green area and set the alarm for 8:00 am.

Tag 4 – 6. Juli 2021

– – – English version below – – –

Wir kamen am Vormittag von unserem Schlafplatz los und liefen zunächst viel auf der Straße. Nach 10 unerträglichen Kilometern erreichten wir den Ort „Eina“, wo wir an einer Badestelle zusammensackten.
Ein kurzer Einkauf beim Kiwi nebenan brachte uns wieder auf die Beine und mit der Zufuhr von Kohlenhydraten steigerte sich auch wieder unsere Laune. Wir gingen eine Runde schwimmen und ließen unsere elektronischen Geräte an einer Steckdose aufladen.

einer halben Ewigkeit brachen wir Richtung „Raufoss“ auf und liefen wieder viel an der Straße. Die nun zurückzulegenden 12 Kilometer gingen jedoch viel schneller rum und wir konnten in dem nächsten größeren Ort eine riesige Pizza verdrücken! Kurz nach Anpfiff des ersten EM-Halbfinales liefen wir wieder los, und prompt fing es an zu regnen. Bis in die Nacht liefen wir, damit wir einen Campingplatz erreichen, an dem wir am kommenden morgen unsere Wäsche waschen und uns duschen konnten. Das Zelt stand um 01.40 Uhr und wir waren stehend K.O.

July 6, 2021


We got away from our sleeping place in the morning and walked a lot on the road at first. After 10 unbearable kilometers we reached the place „Eina“ where we slumped down at a bathing place. A short shopping at the Kiwi next door brought us back on our feet and with the intake of carbohydrates our mood increased again. We went for a swim and had our electronic devices charged at a socket.


After half an eternity, we set off in the direction of „Raufoss“ and again walked a lot along the road. However, the 12 kilometers that now had to be covered went by much faster and we were able to eat a huge pizza in the next larger town! Shortly after the kick-off of the first European Championship semi-final we started running again, and promptly it started to rain. We ran into the night so that we could reach a campsite where we could do our laundry and take a shower the next morning. The tent was up at 01:40 and we were standing knocked out.

Tag 3 – 5. Juli 2021

– – – English version below – – –


Der Morgen begann so wie der Abend aufgehört hatte: wir wurden nach dem schwimmen im anliegenden See herzlich auf der Terrasse empfangen. Und wurde Kaffee und Tee gebracht und wir aßen ein paar Brötchen mit norwegischem Käse und Marmelade. Dann erhielten wir auch noch einen kleinen Beutel als Andenken und ein paar Postkarten.


Ein wenig weiter, in Jaren, kauften wir bei einem Supermarkt ein und liefen von dort aus erstmal viel auf der Straße. Wir kamen irgendwann auf einen Waldweg und endeten an einem Grundstück, welches wir überqueren mussten um unseren Weg fortsetzen zu können. Das Grundstück wirkte verlassen, doch ein paar Ziegenböcke wurden auf uns aufmerksam. Wir waren glücklich, dass sie recht zahm waren und wir über den Zaun zur anliegenden Straße unbeschadet fliehen konnten.
Danach ging es ewig bergauf und wir machten uns ziemlich kaputt. Bei einer Pause am höchsten Punkt aßen wir eine Nudelsuppe mit kaltem Wasser, Äpfel, Bananen und Knäckebrot. Kurz darauf ging es nur noch bergab und wir erreichten einen großen See, an dem wir mit etwas Glück einen Mann trafen, der uns in seinem Garten schlafen ließ.


Day 3 – July 5 2021

The morning began as the evening had ended: we were warmly welcomed on the terrace after swimming in the adjacent lake. And was brought coffee and tea and we ate a few rolls with Norwegian cheese and jam. Then we also received a small bag as a souvenir and a few postcards.
A little further on, in Jaren, we shopped at a supermarket and from there we walked a lot on the road. At some point we came to a forest road and ended at a property, which we had to cross to continue our way.
The property seemed deserted, but a few billy goats became aware of us. We were happy that they were quite tame and we could escape over the fence to the adjacent road unharmed.
After that it went uphill forever and we made ourselves pretty worn out. At a break at the highest point we ate a noodle soup with cold water, apples, bananas and crispbread. Shortly after, it was all downhill and we reached a large lake where, with a little luck, we met a man who let us sleep in his garden.

Tag 2 – 4. Juli 2021

— Englisch version below —

Die Nacht an der Autobahn war sehr warm und nachdem wir das Zelt zusammengepackt hatten, kühlte und ein Schauer ab. An einer Tankstelle verpflegten wir uns ordentlich, denn die meisten Supermärkte haben Sonntags geschlossen.

Wir spielten zwei Partien Schach (2:0 Julian) und David trank einen leckeren Kaffee.
Wir wanderten weiter und Trafen auf Joe und seinen Polar-Hund, die ebenfalls von Oslo nach Trondheim laufen, allerdings den Pilgerweg.
Am Nachmittag – nach einem weiteren Regenschauer – erreichten wir erneut eine Tankstelle, wo wir speisten, die Trinkbeutel auffüllten und die Sanitäranlagen besuchten. Mit einem Eis in der Hand liegen wir noch 11 Kilometer Richtung Sonnenuntergang und peilten einen See an. Dort angekommen, fanden wir keinen geeigneten Platz für unser Zelt, doch glücklicherweise trafen wir auf John & Annette, die uns anboten, in ihrem Garten zu zelten. Nachdem wir dankend annahmen, wurden uns auch noch Waffeln gemacht, sodass wir nach einem netten Gespräch in süße Träume verfielen.

Day 2 / July 4, 2021


The night at the highway was very warm and after we packed up the tent, a shower cooled us down. At a gas station we ate properly, because most supermarkets are closed on Sundays. We played two games of chess (2:0 Julian) and David drank a delicious coffee.
We hiked on and met Joe and his polar dog, who also walk from Oslo to Trondheim, but the pilgrim way.
In the afternoon – after another rain shower – we reached again a gas station, where we dined, filled up the drinking bags and visited the sanitary facilities. With an ice cream in hand we lie still 11 kilometers in the direction of sunset and aimed at a lake. Arrived there, we found no suitable place for our tent, but fortunately we met John & Annette, who offered us to camp in their garden. After we gratefully accepted, we were also made waffles, so that we fell into sweet dreams after a nice conversation.

Tag 1 – 3.Juli 2021

English version below—

Nachdem wir um 5.30 Uhr im Flughafen Oslo aufgestanden sind, ging es zügig los zum Hauptbahnhof, wo wir 2019 unsere Reise beendet hatten.

Die Innenstadt war noch leer – ein Typ fragte uns: „Brothers?“ – „No 😄“ – „Sisters?! 🤨“ was uns kräftig amüsierte!
Danach wurde es schnell sehr warm und auch wenn es „nur“ 23 Grad waren, so stand und die Sonne im Nacken. Bei einem See pausierten wir länger um uns beim Baden abzukühlen.
Nach 28 km erreichten wir noch kurz vor Ladenschluss einen Supermarkt, wo wir Kopfschmerzen und andere Wehwehchen mit Eis zu bekämpfen wussten.
Im Abendrot liefen wir noch 11 Kilometer ehe wir unser Zelt nahe der Autobahn aufbauten und uns schlafen legten.

Day 1 – July 3 2021

After getting up at 5:30am in the Oslo airport, we headed briskly to the main train station where we had finished our 2019 trip. The city center was still empty – a guy asked us „Brothers?“ – „No 😄“ – „Sisters?! 🤨“ which amused us greatly!
After that, it quickly became very warm and even though it was „only“ 23 degrees, the sun was on our necks. At a lake we paused longer to cool off while swimming.
After 28 km we reached a supermarket shortly before closing time, where we knew how to fight headaches and other aches and pains with ice cream.
In the evening glow we walked another 11 kilometers before we pitched our tent near the highway and went to sleep.

Radioauftritt + CovPass

Am Freitagmorgen (25.06.2021) hatte David einen kurzen Auftritt bei dem Radiosender „Bremen4“.
Der Tag stand im Zeichen des Wanderns, weswegen David kurzerhand den Radiosender kontaktierte und etwas später „OnAir“ angerufen wurde! In einem kurzen Gespräch wurde von dem Vorhaben berichtet, über die Route gesprochen und das Spendenprojekt erwähnt.

Nach den Recherchen der letzten Tage scheint sich die Einreise nach Norwegen nun recht einfach zu gestalten. Abgesehen davon, dass Deutschland laut dem „European Center for Deseas Prevention and Control“ (ECDPC) einen Inzidenzwert von <10 hat und somit in kürze als „Grünes Land“ eingestuft werden dürfte, kann an den Grenzen Norwegens nun auch das Impfzertifikat eingelesen werden.
Da Bürger aus „Grünen Ländern“ und vollständig geimpfte ohne Quarantänepflicht einreisen dürfen, scheint unserer Reise nun nichts mehr im Weg zu stehen.
Einzig die Einreise selbst, muss aktuell noch drei Tage vorher angemeldet werden, was über ein Formular möglich ist.

Wir sind voller Vorfreude!

Wir sind im Weser Kurier!

Es wurde im Weser Kurier in der Ausgabe vom 15.06.2021 über uns geschrieben. Auf Seite 10 ist ein ausführlicher Bericht über uns und unsere Wanderung sowie die Entstehung der ganze Aktion zu finden. Am 2. Juli soll unsere Wanderung in Oslo starten und während dessen soll ein weiteres Mal im Weser Kurier über uns berichtet werden.

Klicke auf das Bild um den ganzen Artikel zu lesen.

Ob die Einreise reibungslos funktioniert, ob wir in Quarantäne müssen… wir halten euch auf dem Laufenden!